Aus dem etwas regnerischen Parchim kommt hier verspätet der Bericht über meinen Aufenthalt in Bayern.

Miriam kommt ursprünglich aus Solingen und ist seit 4 Jahren Gemeindereferentin in der FeG Neuburg an der Donau.
Zunächst haben wir uns dann die bisherigen und zukünftigen Gemeinderäume angeschaut. Für Letztere werden übrigens noch Spender gesucht, mehr Informationen dazu gibt es unter www.dein-villa-geschehe.de.

Danach haben wir uns dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. Hier stechen besonders die Donau-Insel und das Schloss Neuburg heraus.
Letzteres gehörte einem wie man so schön sagt „Lebemann“, der Zeit seines Lebens hauptsächlich viel gegessen hat und sich sein Schloss hat verschönern lassen.

Die Stadt ist sehr bemüht, viele Veranstaltungen und Feste zu organisieren, um die Attraktivität im Umland zu steigern.
Dementsprechend sieht man an vielen Orten Vorbereitungen und Aufbauten. Auch Tradition und Geschichte wird hier sehr hoch gehalten.

Von wegen Tradition: Der nächste Tag startete dann mit einem klassischen „Weißwurstfrühstück“, dessen wesentliche Bestandteile sind

  • Weißwurst (logisch)
  • Weizenbier
  • Butterbrezen

Für mich als Süß-Frühstücker eher gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht und durchaus genießbar 🙂

Nach dem „Früh“-Stück ging es dann los, um einen Platz für das WM-Spiel „Deutschland – Serbien“ zu finden. Wir wurden dann schließlich unter einem großen Pavillon vor einer Kneipe fündig.
Das Spiel war natürlich bekanntermaßen nicht so der Renner, dementsprechend hat es dann im Anschluss auch geregnet.

Abends habe ich noch kurz den Teenkreis der Gemeinde besucht, den Miriam gestaltet.
Danach habe ich mich dann auf den Weg Richtung Norden gemacht.
Dank einiger Unfälle auf der A9 habe ich zwar eine Stunde länger gebraucht, als nötig, aber bin trotzdem gut angekommen.

Aber dazu morgen mehr.

Bis dann.


KM-Stand: 674 km

Mittlerweile bin ich schon in Neuburg bei Ingolstadt angekommen, möchte Euch aber trotzdem nicht den Bericht aus Kirchberg an der Jagst vorenthalten.

In Kirchberg steht die „Bibelschule Kirchberg e.V.“ kurz BSK, an der mein guter Kumpel Torsten seit fast 3 Jahren studiert.
Davor hat er lange in Solingen gelebt und war in der Jungschar zuerst mein Mitarbeiter und dann mein Kollege 🙂 Dadurch sind wir natürlich auch gute Freunde.
Auf der Bibelschule hat Torsten auch seine Frau Anke kennengelernt, die er letztes Jahr geheiratet hat.

Nach einem leckeren Essen (Danke Anke!) haben wir uns dann die Stadt Rothenburg ob der Tauber angeschaut. Das herausragendste an dieser Stadt ist ihre fast vollständig erhaltene Stadtmauer, auf der man auch herum laufen kann.
Außerdem ein Laden, in dem das ganze Jahr über Weihnachten ist. Wenn man diesen Laden betritt, leidet man sofort unter Reizüberflutung. Nicht nur wegen den ganzen blinkenden und blitzenden Kugeln, Lametta und sonstigem Kitsch, sondern auch wegen den Unmengen Japanern, Engländern, Amerikanern und diversen anderen Nationalitäten.
Auf jeden Fall ein Erlebnis, das man mitnehmen muss 😉

Abends haben wir dann ein wenig „gearbeitet“, ja wirklich. Torsten an einer Hausarbeit und ich an meinen Einsendeaufgaben.

Nach einem relativ enttäuschenden Fußballspiel (Südafrika:Uruguay – 0:3) ging es dann ins Bett, denn heute war Schule 🙂
Ich durfte mir einen Schultag an der BSK anschauen. Die Fächer waren:

  • Exegese (Auslegung) Nehemia 5
  • Jüngerschaft
  • Exegese Offenbarung 12

jeweils natürlich aus dem 2. bzw. 3. Jahr. Trotzdem habe ich eigentlich alles verstanden und konnte auch einiges für mich mitnehmen.

Danach habe ich mich dann auf den Weg nach Neuburg gemacht, und nach einigen Kämpfen mit LKWs auf der Landstraße habe ich es dann auch geschafft.

Aber was mir hier (mitten in Bayern) so passiert, erzähle ich morgen oder so 🙂

Bis dann.


KM-Stand: 458 km

Nach der großen Metropole Frankfurt, ging es gestern weiter in das beschauliche Großostheim bei Aschaffenburg.

Hier besuche ich meinen Kumpel Samuel und seine Frau Doro. Samuel war vor 6 Jahren Zivi in meiner Gemeinde. Wir haben dann zusammen Bibel gelesen und er hat mir beigebracht, Gitarre zu spielen. Dadurch sind wir sehr gute Freunde geworden und das obwohl er Anwendungsentwickler und ich Systemintegrator bin (Insider ;-)).

Das Programm war der Stadt entsprechend etwas entspannter als in Frankfurt. Zunächst ein kleiner Gang durch die grünen Parkanlagen samt See und stillgelegter Eisenbahnstrecke. Abends haben wir dann gegrillt und ich habe ihm geholfen, selbst gemachten „Holundersprudel“ abzufüllen (Kostprobe befindet sich in meinem Gepäck).

Nach einem musikalischen Tagesausklang, ging es dann ins Bett. Für manche kürzer, für mich länger 😉

Heute wurde es dann sportlich. Nach einer kleinen Fahrradtour waren wir auf einer Outdoor-Kartbahn. Und wer jetzt sagt, das wäre kein Sport, hat es noch nicht gemacht. Hat auf alle Fälle sehr viel Laune gemacht, vor allem, wenn man wie ich mehr durch die Kurven rutscht als fährt. Ist zwar sehr ineffektiv, macht aber den meisten Spaß 😉

Heute gibt es wieder ein bisschen „Haus-Musik“ und dann geht es morgen weiter nach Rothenburg ob der Tauber.

Von dort melde ich mich dann wieder.

Bis dann.

P.S.: Kleiner Nachtrag für die Arbeitskollegen 😉

C&A ZA Aschaffenburg


KM-Stand: 290 km
Ende vom Brot: Riberle

Liebe Mitleser,

ich bin gut in Frankfurt angekommen, das allerdings bereits gestern.

Da ich aber nach wie vor der Meinung bin, dass Bilder mehr sagen als 1.000 Worte, wollte ich den Bericht erst schreiben, wenn ich auch ein paar Bilder vorweisen kann.
Erstmal zu den Eckdaten:Jochen und ich auf dem Maintower
Der Grund warum ich hier bin ist Jochen, der vor 7 Jahren seinen Zivildienst in Solingen abgeleistet hat.

Nach einem schönen Gottesdienst in seiner Gemeinde (die aus einem Hauskreis entstanden ist und er mit gegründet hat) haben wir uns dann mit der VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt) auf den Weg nach „Mainhattan“ gemacht, wie Frankfurt auch liebevoll genannt wird.

Natürlich durfte ein Ausflug ins Bankenviertel (oder Krisenzentrum ;-)) nicht fehlen. Wir haben uns dann erstmal auf dem Maintower einen kleinen Überblick verschafft, bevor wir uns dann ins Getümmel gestürzt haben.
Alte Oper, Einkaufsstraße „Zeil“, Römer und natürlich der Main gehörten zu unseren Zielen.

Jetzt bereiten wir uns auf das „Private Viewing“ mit Jochens neuem Fernseher und ein paar Freunden vor.
Eben hat es hier etwas geregnet. Hoffen wir einfach für die vielen Fans in der Stadt, dass es doch trocken bleibt.

Morgen Abend melde ich mich wieder, dann aus Großostheim bei Aschaffenburg (das ich heute vom Maintower bereits sehen konnte).

Bis dann.

Vorbereitungen für Public Viewing

Architekturkunst


KM-Stand: 210 km
Ende vom Brot: Kruste bzw. Krüstchen

Hallo liebe Mitleser,

noch sitze ich am heimischen PC und überlege, was ich vielleicht vergessen habe, einzupacken.
Gleich werde ich mich auf den Weg machen zu meiner ersten Station, Frankfurt.

Viel  Spaß beim mitlesen.

Euch eine gute Zeit und wir lesen uns.


KM-Stand: 0

Zufällig sah ich am 7. Februar die Polittalk-Sendung Anne Will mit der gleichnamigen Moderatorin.
Das Thema lautete „Steuerflüchtlinge am Pranger – Reiche ohne Moral?“ und es ging um den geplanten Kauf einer CD mit Daten von potentiellen Steuersündern durch die Bundesregierung.
Dieses viel diskutierte Thema möchte ich hier nicht thematisieren, hier sei ein Artikel eines Freundes empfohlen.

Mir geht es vielmehr um den Verlauf der Diskussion und die Art und Weise, wie Anne Will die Runde geleitet hat.
Wobei das Wort „geleitet“ hier schon eine eher wohlwollende Umschreibung wäre.
Nicht nur, dass Frau Will ihre Gäste (u.a. Heiner Geißler, Sahra Wagenknecht und Hans-Olaf Henkel) nicht unter Kontrolle hatte und die Diskussion dadurch einige Male in einem heftigen Durcheinander endete. Die Art und Weise, wie sie ihre Gäste unterbrach oder das Thema wechselte, entbehrte jeglichen Formen der Höflichkeit. So lies sie die Diskussions-Teilnehmer in den seltensten Fällen ausreden oder stellte einfach eine neue Frage an jemand Anderen und lies den aktuellen Redner buchstäblich „vor die Wand laufen“.

Ich finde es sehr schade, dass noch nicht mal in einer Polittalk-Sendung im öffentlich rechtlichen Fernsehen (von denen es wahrlich genug gibt) gewisse Formen des sozialen Umgangs gepflegt werden. Es gibt immerhin genug Sendungen, die gerade hieraus ihr Kapital schlagen.

Zum Abschluss noch einige Kritiken zur behandelten Sendung:
Frankfurter Rundschau
Süddeutsche Zeitung
evangelisch.de (hier kommt Anne Will zugegebenermaßen deutlich besser weg)

Da mein Standard-Sender WDR2 zuletzt Wartungsarbeiten an seinem Sender durchgeführt hat, musste ich zeitweise auf den ansässigen Lokalsender ausweichen. Dieser unschöne Umstand sollte sich aber bald doch als positiv erweisen, zumindest in einem Punkt.
Auf besagtem Lokalsender wurde nämlich für eine neue Zeitung geworben, genauer gesagt für die Welt kompakt. Die drei Spots für diese Zeitung enthielten Thesen und Fragen, die mich doch sehr betroffen gemacht haben, weil ich mich bei fast allen angesprochen fühle (und ich denke, da bin ich nicht allein). Die Kampagne läuft unter dem Titel „Sind wir reif für eine neue Zeitung?„.

Zu den Radiospots gehört auch Plakatwerbung:

Lieblinge Bäcker Mama

Der erste Spot thematisiert ein wenig die totale Vernetzung und was dran ist:

Hey, kennt Ihr das auch?
Wir lesen Mails, während wir an einer Ampel warten oder checken den Song, der gerade noch im Radio lief.
Im Büro rufen wir dann als erstes die Online-News auf, obwohl wir genau das schon heute morgen beim Frühstück getan haben.

Sind wir wirklich schlauer als früher, nur weil wir von überall Zugriff auf alle Informationen haben?

Der zweite Spot handelt ein wenig von der Bequemlichkeit, die bei uns entstanden ist:

Hey, es hat ein paar Jahre gebraucht, aber jetzt, jetzt hat uns das Internet umzingelt.
Oder umzingeln wir gerade die Welt?
Erst googlen wir die Öffnungszeiten vom Museum und dann die vom Bäcker gegenüber.
Wir merken uns 20 Passwörter, aber nicht mal unsere eigene Festnetznummer.

Ist es wirklich gut, unsere Informationen nur noch im Internet vorzuhalten?

Im letzten Spot schließlich geht es um die Datenflut, in der wir zu versinken drohen:

Hey, versteht Ihr das?
Wir haben 10.000 Fotos auf unserer Platte, aber keine Zeit, sie anzusehen.
Wir haben Musik für 21 Tage non Stop, aber keinen Urlaub mehr.
Und wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die Echten brauchen.

Besonders der letzte Satz ist sehr bezeichnend.
Überlegt selbst, wie viele „Freunde“ Ihr bei (studi/mein/schüler)VZ, facebook, MySpace, XING, Wer-kennt-wen, Lokalisten, StayFriends usw. habt und wen Ihr davon wirklich als Freund bezeichnen würdet.

Um den Werbeblock abzuschließen, schließen die Spots jeweils mit der Frage:

Sind wir reif für eine neue Zeitung?
Welt kompakt. Kurz. Anders. Gedruckt.

Die Radiospots können auf dem facebook-Profil angehört werden.

Ich finde, ein sehr interessanter Ansatz, der unsere Informationsgesellschaft gekonnt karikiert und auf „alte Tugenden“ wie z.B. das „offline“ lesen hinweist.

Also, wir sehen uns offline 😉

Nachdem ich länger nichts mehr geschrieben und noch viel länger nichts mehr aus meinem Leben erzählt habe, kommt nun mein Bericht über meinen Sommer 2009.

RegenbogenAlles fing an mit den Sommerferien (die ich natürlich schon seit Jahren nicht mehr kenne).
Direkt in der ersten Ferienwoche ging es los ins diesjährige Jungschar Zeltlager nach Niederdresselndorf.

Dieses war ein besonderes, da es zum ersten Mal unter neuer Leitung statt fand, aber eins nach dem Anderen.

Das Motto in diesem Jahr lautete

Superhelden

Entdecke den Helden in Dir!

Dementsprechend ging es hoch her im Lager.
Es ging um Fragen wie:

  • Was ist ein Superheld?
  • Was kann ein Superheld?
  • Bin ich ein Superheld?
  • Und muss ich überhaupt ein Superheld sein?

Hiermit beschäftigten sich die Bibelarbeiten und diverse Andachten.

In den Workshops ging es wie immer mehr praktisch zu. Unter anderem wurden Superhelden-Werkzeuge und Kostüme hergestellt. Außerdem gab es wieder den fast schon traditionellen „Lagerverteidigungs-Workshop“ und dieses mal auch wieder passend zum Thema einen Showkampf-Workshop, dessen Höhepunkt eine Vorführung mit diversen Superhelden beim Elternabend war.
Team 2009
War sonst noch was…? Achja, die neue Leitung. Die hat sich mehr als bewährt und wird sehr wahrscheinlich auch im nächsten Jahr wieder am Start sein. Auch das übrige Team konnte dieses Jahr voll überzeugen. Unser Küchenteam war zum zweiten Mal dabei und überzeugte mit guter Auswahl und überdimensionalen Pfannkuchen ;-). Der Rest des Teams war dieses Jahr außergewöhnlich jung, was sich auch in der Nachtaktivität bemerkbar machte.

Also dann bis nächstes Jahr!

Ich freu mich drauf!


Zwei Wochen nach dem Zeltlager kam die nächste Freizeit.

Es ging für zwei Wochen mit 40 Teenagern nach Dänemark, genauer gesagt nach Hov (gesprochen Hou!).

Sonne über der OstseeNach einer laaangen Busfahrt kamen wir, bei herrlichstem Sonnenschein, in unserem Domizil, einem Sportinternat an.
Dort erwartetet uns schon die Gruppe, die die vergangenen zwei Wochen dort verbracht hatte. In einem ersten Fußballspiel unterlagen wir haushoch. Dem Gruppenzusammenhalt der Anderen war einfach nichts entgegen zu setzen.

Das war aber nach der Abreise unserer Vorgänger schnell vergessen und wir stürzten uns kopfüber ins Vergnügen. Wir spürten, dass das Motto der Freizeit „God is real!“ nicht nur ein Spruch, sondern tatsächlich Realität ist, Gott ist Realität! Das wurde in den Einheiten, Kleingruppen und insgesamt sehr deutlich.
Unser sensationelles Küchenteam zauberte eine Wahnsinnsmahlzeit nach der Anderen auf den Tisch, so dass wir nur noch staunen konnten.Gruppenfoto Dänemark

Auch die Spiele, Workshops und Sportaktivitäten erfreuten sich großer Beliebtheit. Besondere Highlights waren eine Kanutour über die Ostsee, eine Städtetour ins nahe gelegene Århus, und eine Inseltour nach Tuno (gesprochen Tunö). Diese kleine (120 Einwohner) Auto-freie Insel hat es uns wirklich angetan.Schattenmann

Viel zu schnell gingen die zwei Wochen vorbei und es kam, wie es kommen musste. Die Gemeinschaft, zusammen gewürfelt aus allen Teilen Deutschlands musste sich wieder trennen. Vom verfrühten Abreisen einiger Teilnehmer bis zum absoluten Ende am Ausgangspunkt.

In eigener Sache noch ein paar Kommentare:
Für mich war es die erste Teenager-Freizeit als Mitarbeiter. Dementsprechend war es für mich ein kleines Experiment, denn ich wollte heraus finden, ob ich mit dieser Altersgruppe klar komme (und sie mit mir ;-)).
Und natürlich, ob ich dieser Altersgruppe etwas zu geben bzw. zu erzählen habe.
Abschließend kann ich sagen:
Das Experiment ist geglückt!

Es war eine schöne Zeit und das Nachtreffen kommt bald 🙂


Eine weitere Woche später habe ich mich dann erneut auf den Weg in den Norden gemacht.
Jetzt aber alleine und auch nicht soo weit. Die Reise endete in Grube (ja, der Ort heißt wirklich so) an der Ostsee.
Dort war ich zur Hochzeit eines sehr guten Freundes eingeladen.

Ich will hier gar nicht viele Worte machen, denn der Artikel ist schon lang genug. Es war ein sehr schönes Wochenende, wir hatten viel Spaß und extrem gutes Wetter.
Die Feier war durchsetzt von Beiträgen aus seiner „alten“ Heimat und es gab eine Menge zu lachen.
Und natürlich war ich einer der Letzten auf der Feier 😉

An dieser Stelle möchte ich dem Brautpaar nochmal alles Gute und Gottes Segen für Euren gemeinsamen Weg wünschen (Ihr wisst schon, dass Ihr gemeint seid).


Kommen wir zum letzten Abschnitt.

Wenn man schon mal 500 km in den Norden fährt, dann sollte sich der Trip auch lohnen. Nicht, dass eine Hochzeit für mich schon Grund genug wäre (Bin im September 2008 14 Stunden Auto gefahren für einen Hochzeitsaufenthalt von 24 Stunden :D).
Daher habe ich mir überlegt, im Anschluss an die Hochzeit noch zwei Tage Urlaub dran zu hängen, um Freunde im Norden zu besuchen.
Also bin ich von Schleswig-Holstein aus, noch ca. 600 km durch das schöne Mecklenburg-Vorpommern gefahren und habe eine Gemeinde und ein befreundetes Ehepaar besucht.

Beide Besuche waren sehr schön und schreien geradezu nach Wiederholung.

Insgesamt habe ich an diesen 4 Tagen ca. 1500 km zurück gelegt.
Eine sehr gute Vorbereitung auf mein Urlaubs-Projekt 2010, aber dazu später mehr.

So, lange Rede, kurzer Sinn: Das war mein Sommer 2009 🙂
Ich fands gut!

Zu Anfang eine kurze Klarstellung: Dieser Blog ist nicht politisch und soll es auch nicht werden. Es geht daher im Folgenden nicht um politische Inhalte oder Parteiprogramme, sondern rein um Beobachtungen und interessante Verknüpfung von Web-Inhalten.

Hinweis: Leider sind die hier beschriebenen Inhalte seit Dezember 2009 so nicht mehr auf der Webseite der JU Wittmund zu finden.

Vor ca. einem Monat musste ich feststellen, dass es sich manchmal sehr lohnen kann, auch die Kommentare zu einer Nachrichtenmeldung zu lesen.
Am 20.4. berichtete heise online, dass die Junge Union NRW fordert, dass Foren und Videoportale wie z.B. YouTube stärker überwacht und auf gewaltverherrlichende Videos, eingestellt von Jugendlichen, untersucht werden.
Grundsätzlich ja keine schlechte Idee, wenngleich ich der Meinung bin, dass man besser die Ursachen als die Symptome bekämpfen sollte, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls findet sich dort in den Kommentaren ein Link zu einem YouTube Video. Dieses enthält einen Bericht der NDR Sendung „Extra 3“ über die Junge Union Wittmund (Ostfriesland) und deren Werbekampagnen. Kurz gesagt, sind diese ein ganz klein wenig sexistisch angehaucht:

Die bis dato erfolgreichste Kampagne der JU Wittmund...

Die bis dato erfolgreichste Kampagne der JU Wittmund...

Im Beitrag heißt es dazu

Wir gehen tiefer im politischen Sinn!

und

Sie fasst sich nicht selbst in die Hose. Es soll eigentlich eine Männerhand darstellen, das ist in der Darstellung nicht ganz geglückt.

Zu einem weiteren Plakat nach ähnlicher Art heißt es

Das hat ja nichts mit Sex zu tun.

Und schließlich findet sich auf den Unterseiten einiger Mitglieder folgende Kurzzusammenfassung:

So wird heute Politik gemacht...

So wird heute Politik gemacht...

Meine Befürchtungen nach dem heise Artikel samt Kommentaren waren eigentlich, dass zumindest das YouTube Video schnell von der Bildfläche verschwinden würde. Aber zumindest bis zum heutigen Tage ist alles weiterhin erreichbar.

Als ich dieser Tage mal wieder auf unseren schönen Autobahnen und Landstraßen unterwegs war, ist mir eine Sache aufgefallen, die mich etwas beschäftigt hat.

Am Wegesrand finden sich immer wieder christliche Kreuze, manchmal als Gedenkstätte für Unfälle, öfters als Symbol auf mahnenden Werbeplakaten.
Die bekanntesten Plakate entstammen der Aktion „Runter vom Gas!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).
Hier habe ich allerdings meine Schwierigkeiten, ob es der richtige Weg ist, ein Bild von einer glücklichen Familie mit (wahrscheinlich fiktiven) Todesumständen  zu kombinieren.
Auf jeden Fall ist das Kreuz hier ein Symbol für den Tod.

Und diese Symbolik zieht sich durch unsere gesamte Gesellschaft, auch durch die Wikipedia 😉

Mir als Christ stellt sich nun die Frage, ob das (leere) Kreuz nicht vielmehr ein Symbol für Auferstehung, denn für Tod ist? Denn schließlich ist Jesus zwar am Kreuz gestorben, aber doch auch am dritten Tag auferstanden, weswegen das Kreuz ja nun mal leer ist.
Wäre daher nicht viel eher ein klassischer Grabstein, also Quadrat mit aufgesetztem Halbkreis etwa, viel passender als Symbol für Tod?

Natürlich wird sich das nicht ändern, aber man kann sich mal Gedanken darüber machen.
Ich erbitte Kommentare.

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