Leben


Heute ist es genau einen Monat her, dass ich den Azubi-Status verlassen habe und durch positives Abschneiden bei meiner letzten Prüfung den Sprung zum vollwertigen Fachinformatiker: Fachrichtung Systemintegration geschafft habe.

Ab jetzt trägt dieses Blog seinen Untertitel absolut zu Recht.
Ich bin jetzt aber nicht arbeitslos, wie leider einige meiner ehemaligen Azubi-Kollegen, sondern wurde übernommen und darf nun weiter lernen, aber ohne geprüft zu werden, was für mich eigentlich das Wichtigste ist 😉

Also, erstmal sorry, dass ich ein halbes Jahr nichts geschrieben habe. Aber jetzt kommt mal einiges 😉

JesusHouse 2007 ist nun schon fast 3 Monate her. Es war das erste mal, dass solch eine Aktion in unserer Gemeinde statt fand.

Zur Erklärung:
JesusHouse ist eine Jugendevangelisation, die von ProChrist ausgeht und alle 3 Jahre statt findet. Hierbei ist es ähnlich wie bei ProChrist, dass an einem zentralen Ort (dieses Mal Hamburg) Veranstaltungen statt finden mit Musik, Theater, Predigt etc. und diese dann per Satellit an eine beliebige Anzahl Orte übertragen wird, die ihrerseits noch Vor- und Nachprogramm anbieten.

Irgendwann letztes Jahr kamen dann unsere Jugend-Mitarbeiter auf mich zu und teilten mir mit, dass wir JesusHouse machen und ich die Technik managen solle. Ich war darüber sehr froh, weil unsere Gemeinde sehr groß ist und ich mich immer gefragt habe, warum wir noch nicht bei einer Aktion dieser Art mit gemacht haben.
Die Vorbereitungen gingen sehr gut von der Hand. Hier wurde bereits deutlich, dass wir ein sehr gutes Team hatten, deren Mitglieder optimal zusammen gearbeitet haben und ihre individuellen Gaben sehr gut eingebracht haben.

Als es dann schließlich an den Aufbau ging, war ich schwer beeindruckt, weil ich wirklich nicht damit gerechnet hatte, dass es SO gut werden würde und dass es so gut ablaufen würde. Mein Augenmerk galt natürlich der Technik und da im Speziellen der Satelliten-Übertragung, die natürlich funktionieren musste. Infoecke
Aber alles andere hat mich sehr viel mehr umgehauen. Die Dekoration, das Essen usw. Es wirkte einfach alles wie aus einem Guss und alle haben es zusammen erarbeitet.

Am ersten Abend gab es dann einen Mitarbeitergottesdienst live aus Hamburg, der gleichzeitig als Techniktest dienen sollte. Der Gottesdienst war wirklich gut. Nicht nur, weil die Technik funktioniert hat, sondern auch weil gut motiviert wurde und auch viel gesungen wurde.

Der erste „richtige“ Abend war dann natürlich sehr aufregend.

  • Wie viele Leute werden kommen?
  • Kommt die Deko an?
  • Funktioniert die Technik?
  • Läuft das Vorprogramm wie geplant?
  • Reicht das Essen?

Das alles waren Fragen, die uns an diesem Abend beschäftigt haben.
Was soll ich sagen, es hat alles wunderbar geklappt.

BesucherKeine der eventuell noch vorhandenen Befürchtungen ist eingetreten, im Gegenteil. Wir waren absolut überwältigt von den Besucherzahlen und des sehr positiven Feedbacks, das wir bekommen haben.
Und auch über die ganze Woche hinweg blieb das Team so harmonisch, wie am Anfang. Es gab nicht einen Streit oder sonstige Auseinandersetzungen. Alle arbeiteten zusammen für die eine Sache und es kam nur Gutes dabei raus.
Das klingt jetzt vielleicht ein wenig rosa, aber es war wirklich so und dafür bin ich Gott sehr dankbar.

Abschließend kann ich sagen, dass JesusHouse eine wirklich gute Sache war. Für die Besucher, aber auch für uns Mitarbeiter und die gesamte Gemeinde, die dahinter gestanden und uns untersützt hat.
Danke Gott für diese wunderbare Erfahrung!

Am vergangenen Sonntag Abend fand wieder On fire, der Jugend-Gottesdienst der Ev. Kirchengemeinde Rupelrath im Getaway statt. Ich bin dort unterwegs, um möglichst alles mit der Digitalkamera festzuhalten.
Der Anfang war anders als sonst. Es begann mit einem Video, welches eine schnelle Abfolge von Personen zeigte, die beim letzten Gottesdienst einzeln fotografiert wurden. Große Freude bei denjenigen, die sich selber oder Freunde wieder fanden.

Aber das heraus ragende an diesem Abend war die Predigt von einem besonderen Mann gehalten wurde, nämlich von David Pierce, dem Gründer des Missionswerks „Steiger“ und Frontman der Band „No longer Music„.
Normalerweise tritt er mit seiner Band weltweit in Gegenden und Lokationen auf, in denen man um sein Leben bangen muss, wenn man von Gott und dessen Botschaft erzählt. Noch dazu, wenn man es auf solch eine Weise wie David tut. Da kommen auch durchaus schon mal Kettensägen zum Einsatz.
Nun, im Getaway musste er nicht um sein Leben fürchten, dennoch gab er nicht weniger engagiert und begeistert die Botschaft der Bibel weiter. Er berichtete von einer seiner Bühnenshows und sein Dolmetscher hatte sichtlich Schwierigkeiten die Emotionen und die Begeisterung von David ins Deutsche zu übertragen.
Aber die Botschaft kam an. Spätestens als David die Bühne verlies und ins Publikum hinab stieg, zog er die Leute mit sich. Am Ende startete er einen Aufruf zur Bekehrung zu Jesus Christus. Er forderte die Leute auf, auf zu stehen und nach vorne zur Bühne zu kommen. Und sie kamen, ca. 50 Personen standen schließlich um David herum und beteten ein Gebet, dass er vorgab und übergaben damit ihr Leben an Jesus Christus.
Ich war sehr beeindruckt von der Kraft Gottes, die durch diesen besonderen Menschen hindurch schien und ihm dieses ermöglichte.
Aber nicht nur die Predigt war an diesem Abend sehr beeindruckend, auch der Rahmen stimmte voll und ganz. Die Band spielte hervorragende Lieder, die die Stimmung noch untermalten.

Insgesamt empfand ich es als einen wahnsinnig guten Abend, wo das Wirken und die Macht Gottes spürbar waren und der einfach Hunger auf „mehr“ gemacht hat.
Ich hoffe und bete, dass diejenigen, die ihr Leben an diesem Abend Jesus gegeben haben, das Gespräch gesucht haben oder noch suchen werden und einfach dabei bleiben und den Weg weiter gehen.

Links: Artikel im Solinger Tageblatt

Dieses Jahr fand nun schon zum 30. mal unser Jungschar-Zeltlager in Niederdresselndorf statt. Ich war das vierte Mal als Mitarbeiter dabei. Als Kind durfte ich fünf mal dabei sein. Auch wenn es dadurch mittlerweile ein sehr vertrautes Gefühl ist dort zu sein, so ist es doch jedes Jahr wieder etwas neues und aufregendes.
Unsere Gruppe war etwas kleiner als die letzten Jahre (33 <> 60 Kinder). Als Betreuer waren 9 Mitarbeiter, 3 Küchenleute und 1 Hausmeister vor Ort präsent, um den Kindern den Aufenthalt so spannend und entspannend wie möglich zu gestalten.

Das Wetter begrüßte uns nicht gerade herzlich mit einigen Regenschauern, die das Gepäck abladen und Zelte beziehen etwas erschwerten. Der Himmel klarte jedoch schnell auf und das schöne Wetter lies uns (fast) nicht mehr im Stich (s.u.).
Das Programm war durchaus klassisch aufgebaut mit Geländespielen, Bibelarbeiten und Workshops. Unser KapitänNeu war jedoch, dass unser Thema „Die Schatzinsel“ sehr viel mehr Einfluss auf das Programm nahm, als die letzten Jahre. So waren anfangs alle als Piraten verkleidet und der Kampf und die Freibeuterei standen im Vordergrund. Im Laufe der Woche kam jedoch heraus, dass es um viel mehr geht als nur Gold und Silber zu erbeuten. Nämlich darum, dass Gott einen viel viel größeren „Schatz“ für uns bereit hält. Das machten selbst entworfene Spiele, einige Andachten und letztendlich der Wandel von den Piraten zur Karibik-Gesellschaft den Kindern nach und nach deutlich.
Das Finale bildete dann eine Andacht am letzten Tag, bei der jedes Kind seinen ganz persönlichen Weg zu seinem Schatz finden musste.

Nebenbei gab es wie immer viel Spaß miteinander: Singen am Lagerfeuer, gemeinsame Mahlzeiten, Wasserschlachten gegen die Hitze und viel Gemeinschaft zwischendurch. Da konnten die feindlichen Angriffe, die des Nachts ein Entwenden der Jungschar-Fahne zum Ziel hatten, auch nicht die Stimmung trüben.Stockbrot

Die Kinder kamen voll auf ihre Kosten und erlebten die Mitarbeiter ganz anders als von zu Hause gewohnt. So entpuppten sich einige Mitarbeiter als hervorragender Wecker-Ersatz, andere konnten als Transportmittel überzeugen und wieder andere liessen ihr kindliches Gemüt wieder aufleben, als es daran ging das schmutzige Geschirr vom Mittagessen wieder in einen sauberen Zustand zu versetzen. Auch der Tagesflug in eine Höhle in Ennepetal mit Schatzsuche unter Tage war ein besonderes Erlebnis.

Am letzten Tag wurde die Gruppe dann noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Nach dem Mittagessen zog der Himmel zu und der Sonnenschein wich sintflutartigen Regenfällen und schwerem Gewitter. Der Zeltplatz verwandelte sich augenblicklich in ein Schlammbad, dem nur noch mit Ablaufgräben, Unmengen Sägespähnen und dem Einsatz der örtlichen Feuerwehr beizukommen war. Der geplante Elternabschiedsabend fiel buchstäblich ins Wasser. Die Kinder wurden von der Feuerwehr ins Dorf in ein Gemeindehaus gefahren und dort direkt von den Eltern abgeholt, was natürlich ein großes Erlebnis für die Kinder war. Letztendlich hörte der Regen auf und die Mitarbeiter konnten im Trockenen auch ihre Sachen packen und am nächsten Tag abreisen.

Insgesamt war es ein wunderbares Zeltlager mit einer sehr guten Zusammensetzung von Kindern und Mitarbeitern. Auch wenn die Woche mit einigen Krankenhaus-Besuchen und teilweisem Heimweh überschattet wurde und der letzte Abend völlig ausfiel, liessen wir uns die Stimmung nicht verderben und haben gemerkt, dass Gott bei uns ist.

Lagermotto

Ahoi, bis zum nächsten Jahr!

So, jetzt zur Abwechslung mal ein einfacher Bericht aus meinem Leben.

Ich war vorgestern bei „Calling all Nations„. Manche werden vielleicht fragen: „Waddn datt?“ Ist zwar traurig, dass Ihr nichts davon mitbekommen habt, aber ich erkläre es Euch gern.
„Calling all Nations“ ist ein internationales Worship-Event, initiiert von Noel Richards, einem bekannten englischen Lobpreis-Leiter. 1997 war das erste Festival dieser Art im Wembley-Stadion, London. Das nächste mal soll es in Budapest statt finden. Vertreten waren internationale Größen der Lobpreis-Musik.

Ich bin am Freitag abend mit Leuten aus unserer Nachbargemeinde Rupelrath und einigen Leuten aus meiner Gemeinde mit einem 60er Jahre Bus des DRK 😉 nach Berlin gestartet. WurstbudeDa an diesem Tag auch die „Loveparade“ in Berlin statt gefunden hat, sind wir sehr früh los gefahren. Wie zu erwarten war, waren wir dadurch auch sehr früh (6 Uhr morgens) am Olympiastadion. Da der Einlass erst um 9 Uhr begann, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin mit einigen von der Gruppe in die Innenstadt gefahren und haben uns die Berliner Sehenswürdigkeiten angesehen.

Um 9 Uhr ging es dann endlich ins Stadion. Der Innenraum sah zuerst einmal sehr merkwürdig aus, da der Rasen verschwunden und nur noch ein beige-farbener Acker zu sehen war. Wir hatten Plätze in der Ost-Kurve und die Bühne war ganz am anderen Ende aufgebaut, so dass man die Leute dort nur über die (eben soweit entfernten) Leinwände erkennen konnte. Außerdem war das Stadion zu diesem Zeitpunkt nur sehr spärlich gefüllt.

Um 10:45 ging es dann, etwas früher als geplant, endlich los. Eine große Parade von Fahnen zog ins Stadion ein und die „Psalm Drummers“ eröffneten mit sehr eindringlichen Klängen. Der erste Block war sehr anstrengend. Das lag zum einen daran, dass die Nacht zuvor im Bus recht kurz war und ich doch relativ stark mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Aber zum Anderen war es ein regelrechtes Abklatschen von Worship-Größen auf der Bühne. Das machte es sehr schwer in eine richtige Anbetung hinein zu finden. Ganz abgesehen davon, dass ich es zum Beispiel sehr schade fand, dass Claas P. Jambor nur ein (sehr gutes) Lied, nämlich „Open Skies“ gespielt hat. Andererseits bin ja nicht dort hin gekommen, um meine Stars zu sehen, sondern Gott zu loben, aber auch das war wie gesagt schwierig.

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter und der Ablauf wurde besser. Lothar Kosse’s „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ war einfach beeindruckend mit 20-30.000 Leuten zu singen. Auch die Stimmung im Stadion insgesamt wurde deutlich besser (ca. 20 Laola-Wellen sprechen für sich 😉

PublikumDer dritte Block nach einer weiteren kurzen Pause war dann nur noch beeindruckend. Tim Hughes und Reuben Morgan von Hillsong United haben mit (endlich bekannten) Liedern das Stadion zum kochen gebracht. Die Stimmung war bombastisch, es wurde gehüpft, getanzt, gejubelt und eine Welle jagte die nächste.
Gegen Ende kamen dann Walter Heidenreich und Tengerin Doo. Diese haben allerdings ziemlich den Anschluss verpasst, indem sie in die totale Euhporie nach einem sehr fetzigen Lied extrem ruhige Töne angeschlagen haben. Da hätte man flexibler sein müssen. Den Abschluss bildeten dann Delirious und Matt Redman. Erstere boten eine sehr solide Nummer mit „Rain Down“, „Solid Rock“ und „History Maker“. Matt Redman hatte es da sehr leicht, hat aber auch die passenden Lieder gespielt („Dancing Generation“, „I will dance“, „Blessed be your name“). Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt war kaum zu überbieten. Dann kam noch einmal Noel Richards mit einem etwas ruhigeren Lied zum Finale.

Insgesamt kann man sagen, dass es ein sehr guter Tag mit guter Musik und noch besserer Stimmung war. Aber ob sich einfach nur hierdurch etwas verändert, mag ich zu bezweifeln. Es ist zwar gut und wichtig Gott zu loben und zu preisen, aber irgendwie kam zu wenig wirklicher Inhalt dabei rum. Von daher wird mir der Tag sicherlich in guter Erinnerung bleiben, aber eben mehr auch nicht.

Buehne mit Kreuz

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