Nun haben wir schon 2011, und ich schreibe etwas über meinen Sommer 🙂
Aber so ist das manchmal, also los geht es:

Irgendwann im April bekam ich einen Anruf mit dem sinngemäßen Inhalt:
„Hey Steve, was machst Du in der dritten Juli-Woche? Hast Du Lust mit nach Schweden zum paddeln zu fahren?“

Da ich in der dritten Juli-Woche noch nichts vor hatte, noch nie in Schweden war und sehr gerne paddle, habe ich spontan zugesagt 🙂


So begab es sich, dass ich mich mit 3 Freunden im Juli aufgemacht habe zu unserem ersten Etappenziel Hamburg.
Nach einem netten Grillabend, einer großen Packaktion und etwas Schlaf machten wir uns dann mit 8 Mann auf den Weg in Richtung Dänemark. Insgesamt lagen ca. 1000 km vor uns.

In Schweden (nördlich von Göteborg) angekommen, bekamen wir sofort unsere 2er-Kanus (Kanadier) samt Schwimmwesten, wasserdichten Tonnen und Transportwagen und begannen mit der Ladungsverteilung.
Nachdem die ersten Paarungen geklärt waren, paddelten wir sofort los und landeten kurze Zeit später auf unserer ersten Insel. Der offizielle Platz war leider belegt, aber wir schlugen dennoch unser Lager auf, aßen und gingen früh zu Bett.

Die nächsten Tage waren dann sehr ähnlich, daher hier ein kurzer Tagesablauf:

  • aufwachen
  • frühstücken
  • Lager abbrechen
  • Kanus beladen und neue Partner wählen
  • Abfahrt (ca. 10 Uhr)
  • ein bis zwei Pausen, Schleusen, Umtragungen
  • Anlandung (ca. 16-17 Uhr)
  • auspacken und Lager aufbauen
  • essen
  • Natur genießen
  • Doppelkopf spielen
  • schlafen

Da die Tage sich eben sehr ähneln, werde ich nicht ausführlicher erzählen.

Einige Dinge sind aber doch erwähnenswert:
Zunächst einmal das grandiose Wetter, denn bis auf einen halben Regentag war es die meiste Zeit sonnig und warm!
Dann die Tatsache, dass die Nationalitäten, die uns begegnet sind, nahezu alle aus dem hiesigen Raum stammten, nämlich meistens Deutsche, Niederländer oder Belgier 🙂
Diese Reise war auch sehr naturverbunden, was unter Anderem dadurch deutlich wurde, dass man das Wasser aus dem See zum trinken, waschen und kochen verwenden konnte und auch die Lagerfeuerromantik kam nicht zu kurz.
Und dann wäre da noch unser „Ruhetag“ auf einer einsamen Insel. Diesen haben wir nach reiflicher Überlegung dazu genutzt, ein Inselrennen zu machen, bei dem jeder einzeln mit einem Kanu so schnell wie möglich die Insel umrunden musste. Soviel zum Thema „Ruhe“ 😉

Insgesamt hat mir dieser Urlaub sehr viel Spaß gemacht.
Die unfassbare Natur, das Kanuerlebnis und die Gemeinschaft werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Und unterm Strich war es einer der günstigsten Urlaube, den ich je hatte 🙂
Also eine klare Reise-Empfehlung!

Aber genug der Worte, hier noch einige Bilder: