Heute gibt es dann direkt zwei Artikel zum Lesen.

Meine einzige Station im Osten der Republik ist Weimar. Eine Stadt, in der man sich vor Kultur und Geschichte kaum retten kann.

Ich besuche hier Lorina, mit deren Mutter ich mal auf Freizeit war und die hier studiert.
Abends hatte sie einen Opernbesuch geplant, dazu aber später mehr.

Zunächst hat sie mir wie ein perfekter Stadtführer die Stadt gezeigt.
Das Gebäude rechts ist die Post 😉 Auch haben wir schon einmal die Oper mit dem Goethe/Schiller Denkmal angeschaut, die an einem Platz steht, der das „Wohnzimmer von Weimar“ genannt wird.
Dem liegt zu Grunde, dass laut einer Statistik jeder Weimarer Bürger diesen Platz pro Tag 2-3 Mal überquert (in unserem Fall stimmte das sogar).

Das Besondere an Weimar ist, dass viele bekannte „Dichter und Denker“ hier mal kürzer und mal länger gelebt haben, aber tatsächlich geboren sind sie hier nicht.
Unter Anderem sind dies Goethe, Schiller, Bach und auch Martin Luther.

Auch sehr interessant ist die erst vor Kurzem nach einem Brand wieder eröffnete Anna-Amalia-Bibliothek. Diese ist aber quasi nur die Spitze des Eisbergs. Der Platz zwischen der Bibliothek, dem Fürstenhaus und dem grünen Schloss ist nahezu komplett unterkellert und als Archiv genutzt.

Nach einer Besichtigung der Hochschule inklusive Hörsaal, Seminarraum und Bibliothek ging es dann wieder nach Hause, damit wir uns für den anstehenden Opernbesuch vorbereiten konnten.

Es war mein erster Opernbesuch, und dann direkt eine Premiere, nämlich „Eugen Onegin“ von Peter I. Tschaikowsky.
Für mich als Laien war es eine sehr schöne Oper. Teilweise blieben mir manche Motive verborgen, aber insgesamt, haben wir doch ähnliche Dinge festgestellt, was mir dann doch Mut macht.
Die Regisseurin ist sehr jung und hat leider am Ende einige BUH-Rufe einstecken müssen, aber das ist halt manchmal so.
Insgesamt war es für mich ein sehr schöner Abend, der (trotz des Gesangs in russischer Sprache) Appetit auf mehr gemacht hat.

Danach haben wir den Abend dann noch in einer der wenigen Szene-Kneipen ausklingen lassen.

Da heute Sonntag ist, sind wir morgens in den Gottesdienst der EfG Weimar gefahren.
Ein sehr schöner Gottesdienst mit einer wirklich guten Predigt.

Mittags ist mir dann noch eingefallen, dass ich sehr gerne Leute frage, wie sie das Ende vom Brot nennen, weil das mitunter sehr unterschiedlich ist.
Also vielleicht auch die anderen Artikel nochmal lesen 😉

Bis dann.


KM-Stand: 1.041 km
Ende vom Brot: Knäuschen