Juni 2010


Die letzte Station meiner Reise ist eigentlich keine, denn hier besuche ich niemanden sondern gönne mir nur einen tagesfüllenden Besuch im Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahnanlage der Welt.

Da man dazu nicht viel sagen, sondern eher zeigen kann, werde ich das auch tun.
Und zwar zeige ich Euch einige interessante Details, die ich entdeckt habe (und von denen die Anlage übersät ist).
Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, sich die Anlage anzuschauen, es lohnt sich wirklich. Und eine Umfrage hat ergeben, dass 2/3 der Besucher sich nicht für Modellbahnen interessieren, sondern eher für das Drumherum 😉
Also viel Spaß damit und bis zu meinem Reisefazit.

Schweizer Berge

Hinter der Anlage

Area 51

märchenhaft...

Alien Hunter

K.I.T.T.

Schattenbahnhof

Kirmes in Knuffingen


KM-Stand: 1797 km

Mittlerweile wieder zu Hause, aber der Bericht über meinen längsten Aufenthalt kommt auch noch.

Ich besuche Carina, die ich vor 6 Jahren auf der Freizeit in Parchim kennengelernt habe und die jetzt hier in Rostock bei Aufwind e.V. mitarbeitet. Ein gemeinnütziger Verein, der Schüleressen, Hausaufgabenhilfe und einmal in der Woche ein missionarisches Spielplatzprogramm anbietet.

Dienstag hat sie mir Rostock gezeigt. Wir sind unter anderem auf den Turm der Petrikirche gestiegen. Der ist so hoch, dass die Kirche früher als Orientierung für Schiffe diente, obwohl das Meer noch ca. 14 km weit entfernt ist.
Dafür ist eine andere Kirche heute etwas „anders“ genutzt. Diese beherbergt im Kirchenschiff nämlich ca. 30 Wohnungen. Zitat: „Was willst Du denn machen, wenn die Leute nicht mehr an Gott glauben…“ Traurig, aber wahr und auf dem Weg der Besserung 🙂

Abends waren wir in der baptistischen Gemeinde Rostock, weil dort die örtliche SMD das Markus-Experiment aufgeführt hat. Das ist ein Theaterstück, welches das gesamte Markus-Evangelium in 90 Minuten darstellt. Das „Experiment“ daran ist, dass die Studenten der SMD das Stück nur ein Wochenende lang proben.
Ich fand es sehr beeindruckend und eine wirklich gute Möglichkeit, die Botschaft nach außen zu tragen, aber auch für „alte Hasen“ den Inhalt nochmal in einer neuen Art und Weise zu erleben.

Am Mittwoch haben wir uns dann auf den Weg nach Warnemünde ans Meer gemacht. Das ist eine relativ typische Touristen-Strand-Souvenir-Stadt. Es gibt alles zu kaufen, was das Meer so her gibt und einen McDonalds, der nur im Sommer geöffnet hat.
Abschließend haben wir uns dann noch ein wenig an den Strand gelegt und die Temperatur der Ostsee getestet 😉

Abends haben wir in der Gemeinde Fußball geschaut, was ja bekanntermaßen besser für Deutschland lief. Wenngleich ich dabei bleibe, dass wir auch weiter gekommen wären, wenn Özil nicht getroffen hätte. Aber ich gönne es ihm auf jeden Fall.

Donnerstag mussten wir das Programm für den Spielplatz am Nachmittag vorbereiten. Es war wirklich sehr interessant und auch schön, mitzuerleben, wie die Arbeit läuft und wie gut es tut, mit Kindern zu spielen und ihnen von Jesus zu erzählen.

Aber anstrengend ist es auch, spätestens wenn man am Ende noch eine Stunde Plumssack in der prallen Sonne spielt 😉

Danach kam dann aber der schönste Teil des Tages, nämlich ein Ausflug an den Strand inklusive Schwimmen und Sonnenuntergang. Ach ja, und Mückenplage wegen so gut wie keines Windes. Zum Glück haben mich die Stiche in Hamburg in Ruhe gelassen, es sind nämlich ca. 50 🙁

Naja, insgesamt war Rostock wirklich toll. Das Wetter hat perfekt mit gespielt, die Stadt ist toll, die Ostsee sowieso und das Markus-Experiment und die Spielplatz-Aktion haben ihr Übriges getan.


KM-Stand: 1565 km

Die Nacht liegt über Rostock und ich schreibe über meinen Aufenthalt in Parchim.

Ich besuche hier die Landeskirchliche Gemeinschaft Parchim. In dieser Gemeinde habe ich vor 6 Jahren an einem Missionseinsatz der Liebenzeller Mission teilgenommen.
Da ich die Stadt schon zum wiederholten Mal besuche, habe ich hier keine Führung gemacht und dementsprechend auch keine Fotos gemacht (und 6 Jahre alte Fotos spare ich mir an dieser Stelle ;-))
Da der Leiter der Gemeinde nebenbei noch als Lehrer arbeitet, war er viel unterwegs und ich habe die Zeit daher im Wesentlichen mit den FSJ-lern der Gemeinde verbracht.

Sonntag bin ich pünktlich zum Abendgottesdienst angekommen und wurde natürlich auch prompt erwähnt.
Am nächsten Morgen haben wir es dann ruhig angehen lassen und nach einem sehr ausgedehnten Frühstück haben wir Fußball geschaut und anschließend ein wenig Musik gemacht (Vier Gitarren gleichzeitig!).

Abends waren wir dann zum Grillen mit anschließendem „Tonnenfeuer“ eingeladen. Die Hin- und Rückfahrt mit dem Fahrrad war für mich allerdings relativ anstrengend. Man ist halt nichts mehr gewohnt 🙁
Dienstag morgen fing langsam der Arbeitsalltag für die FSJ-ler wieder an und ich machte mich bereit zur Weiterfahrt am Mittag.

Insgesamt also eine sehr entspannende aber auch lustige Zeit mit viel Spaß und viel Gelächter. Und ich weiß jetzt, wie viel Zucker im Zitronentee ist 😉

Vielleicht sieht man sich wieder zum 100-jährigen Jubiläum der Gemeinde im September.

Bis dann.


KM-Stand: 1464 km

Heute gibt es dann direkt zwei Artikel zum Lesen.

Meine einzige Station im Osten der Republik ist Weimar. Eine Stadt, in der man sich vor Kultur und Geschichte kaum retten kann.

Ich besuche hier Lorina, mit deren Mutter ich mal auf Freizeit war und die hier studiert.
Abends hatte sie einen Opernbesuch geplant, dazu aber später mehr.

Zunächst hat sie mir wie ein perfekter Stadtführer die Stadt gezeigt.
Das Gebäude rechts ist die Post 😉 Auch haben wir schon einmal die Oper mit dem Goethe/Schiller Denkmal angeschaut, die an einem Platz steht, der das „Wohnzimmer von Weimar“ genannt wird.
Dem liegt zu Grunde, dass laut einer Statistik jeder Weimarer Bürger diesen Platz pro Tag 2-3 Mal überquert (in unserem Fall stimmte das sogar).

Das Besondere an Weimar ist, dass viele bekannte „Dichter und Denker“ hier mal kürzer und mal länger gelebt haben, aber tatsächlich geboren sind sie hier nicht.
Unter Anderem sind dies Goethe, Schiller, Bach und auch Martin Luther.

Auch sehr interessant ist die erst vor Kurzem nach einem Brand wieder eröffnete Anna-Amalia-Bibliothek. Diese ist aber quasi nur die Spitze des Eisbergs. Der Platz zwischen der Bibliothek, dem Fürstenhaus und dem grünen Schloss ist nahezu komplett unterkellert und als Archiv genutzt.

Nach einer Besichtigung der Hochschule inklusive Hörsaal, Seminarraum und Bibliothek ging es dann wieder nach Hause, damit wir uns für den anstehenden Opernbesuch vorbereiten konnten.

Es war mein erster Opernbesuch, und dann direkt eine Premiere, nämlich „Eugen Onegin“ von Peter I. Tschaikowsky.
Für mich als Laien war es eine sehr schöne Oper. Teilweise blieben mir manche Motive verborgen, aber insgesamt, haben wir doch ähnliche Dinge festgestellt, was mir dann doch Mut macht.
Die Regisseurin ist sehr jung und hat leider am Ende einige BUH-Rufe einstecken müssen, aber das ist halt manchmal so.
Insgesamt war es für mich ein sehr schöner Abend, der (trotz des Gesangs in russischer Sprache) Appetit auf mehr gemacht hat.

Danach haben wir den Abend dann noch in einer der wenigen Szene-Kneipen ausklingen lassen.

Da heute Sonntag ist, sind wir morgens in den Gottesdienst der EfG Weimar gefahren.
Ein sehr schöner Gottesdienst mit einer wirklich guten Predigt.

Mittags ist mir dann noch eingefallen, dass ich sehr gerne Leute frage, wie sie das Ende vom Brot nennen, weil das mitunter sehr unterschiedlich ist.
Also vielleicht auch die anderen Artikel nochmal lesen 😉

Bis dann.


KM-Stand: 1.041 km
Ende vom Brot: Knäuschen

Aus dem etwas regnerischen Parchim kommt hier verspätet der Bericht über meinen Aufenthalt in Bayern.

Miriam kommt ursprünglich aus Solingen und ist seit 4 Jahren Gemeindereferentin in der FeG Neuburg an der Donau.
Zunächst haben wir uns dann die bisherigen und zukünftigen Gemeinderäume angeschaut. Für Letztere werden übrigens noch Spender gesucht, mehr Informationen dazu gibt es unter www.dein-villa-geschehe.de.

Danach haben wir uns dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. Hier stechen besonders die Donau-Insel und das Schloss Neuburg heraus.
Letzteres gehörte einem wie man so schön sagt „Lebemann“, der Zeit seines Lebens hauptsächlich viel gegessen hat und sich sein Schloss hat verschönern lassen.

Die Stadt ist sehr bemüht, viele Veranstaltungen und Feste zu organisieren, um die Attraktivität im Umland zu steigern.
Dementsprechend sieht man an vielen Orten Vorbereitungen und Aufbauten. Auch Tradition und Geschichte wird hier sehr hoch gehalten.

Von wegen Tradition: Der nächste Tag startete dann mit einem klassischen „Weißwurstfrühstück“, dessen wesentliche Bestandteile sind

  • Weißwurst (logisch)
  • Weizenbier
  • Butterbrezen

Für mich als Süß-Frühstücker eher gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht und durchaus genießbar 🙂

Nach dem „Früh“-Stück ging es dann los, um einen Platz für das WM-Spiel „Deutschland – Serbien“ zu finden. Wir wurden dann schließlich unter einem großen Pavillon vor einer Kneipe fündig.
Das Spiel war natürlich bekanntermaßen nicht so der Renner, dementsprechend hat es dann im Anschluss auch geregnet.

Abends habe ich noch kurz den Teenkreis der Gemeinde besucht, den Miriam gestaltet.
Danach habe ich mich dann auf den Weg Richtung Norden gemacht.
Dank einiger Unfälle auf der A9 habe ich zwar eine Stunde länger gebraucht, als nötig, aber bin trotzdem gut angekommen.

Aber dazu morgen mehr.

Bis dann.


KM-Stand: 674 km

Mittlerweile bin ich schon in Neuburg bei Ingolstadt angekommen, möchte Euch aber trotzdem nicht den Bericht aus Kirchberg an der Jagst vorenthalten.

In Kirchberg steht die „Bibelschule Kirchberg e.V.“ kurz BSK, an der mein guter Kumpel Torsten seit fast 3 Jahren studiert.
Davor hat er lange in Solingen gelebt und war in der Jungschar zuerst mein Mitarbeiter und dann mein Kollege 🙂 Dadurch sind wir natürlich auch gute Freunde.
Auf der Bibelschule hat Torsten auch seine Frau Anke kennengelernt, die er letztes Jahr geheiratet hat.

Nach einem leckeren Essen (Danke Anke!) haben wir uns dann die Stadt Rothenburg ob der Tauber angeschaut. Das herausragendste an dieser Stadt ist ihre fast vollständig erhaltene Stadtmauer, auf der man auch herum laufen kann.
Außerdem ein Laden, in dem das ganze Jahr über Weihnachten ist. Wenn man diesen Laden betritt, leidet man sofort unter Reizüberflutung. Nicht nur wegen den ganzen blinkenden und blitzenden Kugeln, Lametta und sonstigem Kitsch, sondern auch wegen den Unmengen Japanern, Engländern, Amerikanern und diversen anderen Nationalitäten.
Auf jeden Fall ein Erlebnis, das man mitnehmen muss 😉

Abends haben wir dann ein wenig „gearbeitet“, ja wirklich. Torsten an einer Hausarbeit und ich an meinen Einsendeaufgaben.

Nach einem relativ enttäuschenden Fußballspiel (Südafrika:Uruguay – 0:3) ging es dann ins Bett, denn heute war Schule 🙂
Ich durfte mir einen Schultag an der BSK anschauen. Die Fächer waren:

  • Exegese (Auslegung) Nehemia 5
  • Jüngerschaft
  • Exegese Offenbarung 12

jeweils natürlich aus dem 2. bzw. 3. Jahr. Trotzdem habe ich eigentlich alles verstanden und konnte auch einiges für mich mitnehmen.

Danach habe ich mich dann auf den Weg nach Neuburg gemacht, und nach einigen Kämpfen mit LKWs auf der Landstraße habe ich es dann auch geschafft.

Aber was mir hier (mitten in Bayern) so passiert, erzähle ich morgen oder so 🙂

Bis dann.


KM-Stand: 458 km

Nach der großen Metropole Frankfurt, ging es gestern weiter in das beschauliche Großostheim bei Aschaffenburg.

Hier besuche ich meinen Kumpel Samuel und seine Frau Doro. Samuel war vor 6 Jahren Zivi in meiner Gemeinde. Wir haben dann zusammen Bibel gelesen und er hat mir beigebracht, Gitarre zu spielen. Dadurch sind wir sehr gute Freunde geworden und das obwohl er Anwendungsentwickler und ich Systemintegrator bin (Insider ;-)).

Das Programm war der Stadt entsprechend etwas entspannter als in Frankfurt. Zunächst ein kleiner Gang durch die grünen Parkanlagen samt See und stillgelegter Eisenbahnstrecke. Abends haben wir dann gegrillt und ich habe ihm geholfen, selbst gemachten „Holundersprudel“ abzufüllen (Kostprobe befindet sich in meinem Gepäck).

Nach einem musikalischen Tagesausklang, ging es dann ins Bett. Für manche kürzer, für mich länger 😉

Heute wurde es dann sportlich. Nach einer kleinen Fahrradtour waren wir auf einer Outdoor-Kartbahn. Und wer jetzt sagt, das wäre kein Sport, hat es noch nicht gemacht. Hat auf alle Fälle sehr viel Laune gemacht, vor allem, wenn man wie ich mehr durch die Kurven rutscht als fährt. Ist zwar sehr ineffektiv, macht aber den meisten Spaß 😉

Heute gibt es wieder ein bisschen „Haus-Musik“ und dann geht es morgen weiter nach Rothenburg ob der Tauber.

Von dort melde ich mich dann wieder.

Bis dann.

P.S.: Kleiner Nachtrag für die Arbeitskollegen 😉

C&A ZA Aschaffenburg


KM-Stand: 290 km
Ende vom Brot: Riberle

Liebe Mitleser,

ich bin gut in Frankfurt angekommen, das allerdings bereits gestern.

Da ich aber nach wie vor der Meinung bin, dass Bilder mehr sagen als 1.000 Worte, wollte ich den Bericht erst schreiben, wenn ich auch ein paar Bilder vorweisen kann.
Erstmal zu den Eckdaten:Jochen und ich auf dem Maintower
Der Grund warum ich hier bin ist Jochen, der vor 7 Jahren seinen Zivildienst in Solingen abgeleistet hat.

Nach einem schönen Gottesdienst in seiner Gemeinde (die aus einem Hauskreis entstanden ist und er mit gegründet hat) haben wir uns dann mit der VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt) auf den Weg nach „Mainhattan“ gemacht, wie Frankfurt auch liebevoll genannt wird.

Natürlich durfte ein Ausflug ins Bankenviertel (oder Krisenzentrum ;-)) nicht fehlen. Wir haben uns dann erstmal auf dem Maintower einen kleinen Überblick verschafft, bevor wir uns dann ins Getümmel gestürzt haben.
Alte Oper, Einkaufsstraße „Zeil“, Römer und natürlich der Main gehörten zu unseren Zielen.

Jetzt bereiten wir uns auf das „Private Viewing“ mit Jochens neuem Fernseher und ein paar Freunden vor.
Eben hat es hier etwas geregnet. Hoffen wir einfach für die vielen Fans in der Stadt, dass es doch trocken bleibt.

Morgen Abend melde ich mich wieder, dann aus Großostheim bei Aschaffenburg (das ich heute vom Maintower bereits sehen konnte).

Bis dann.

Vorbereitungen für Public Viewing

Architekturkunst


KM-Stand: 210 km
Ende vom Brot: Kruste bzw. Krüstchen

Hallo liebe Mitleser,

noch sitze ich am heimischen PC und überlege, was ich vielleicht vergessen habe, einzupacken.
Gleich werde ich mich auf den Weg machen zu meiner ersten Station, Frankfurt.

Viel  Spaß beim mitlesen.

Euch eine gute Zeit und wir lesen uns.


KM-Stand: 0