Leute der Altersklasse 20+ werden sich noch an ihn erinnern:
Den guten alten Walkman.
Musik auf kompakten Magnetbändern.
Die erste Möglichkeit eigens zusammengestellte Musik im kompakten Format immer dabei zu haben.
Diesem Urvater der mobilen Musik folgten diverse technische Innovationen. Zunächst kam der Discman, der mit excellenter Tonqualität lockte. Anschließend der Minidisc-Recorder, der dem Namen nach in der Lage war, sogar mobil aufzuzeichnen. Und die allseits beliebten MP3-Player, die es in verschiedenen Formen von USB-Sticks bis hin zu Sonnenbrillen zu Weltruhm gebracht haben.
Der letzte Schritt der Entwicklung ist die Integration des MP3-Players in unsere Handys. Dieser Schritt jedoch scheint eine andere technische Wunderwaffe in Vergessenheit geraten zu lassen, die alle anderen Vorgängerprodukte gemein hatten. Die Rede ist von Kopfhörern.
Was ist nun der Sinn dieser unscheinbaren Accessories? Eigentlich der, dass man seine Musik für sich behält und nicht seine Umwelt damit beschallt. Zugegebenermaßen schaffen es auch immer wieder Individuen das selbst mit Kopfhörern zu bewerkstelligen, aber das ist ein anderes Thema.
Viel schwerer wiegt ein Phänomen, welches mir immer häufiger in Bus und Bahn begegnet.
Wie erwähnt, hat heute jedes bessere Consumer-Handy einen MP3-Player, meist samt eingebautem Lautsprecher. Und nun gibt es vermehrt Leute, die die Verwendung eines Kopfhöhrers scheuen und statt dessen lieber über den Lautsprecher ihrer Musik lauschen, ohne Rücksicht, ob es die anderen Mitfahrer hören wollen oder nicht.
Und das nenne ich dann wirklich „Technik, die begeistert“.