Im Moment kommt es mir so vor, als müssten die Waren, die wir im Kaufhaus oder sonstwo erwerben, vor einem Atomkrieg oder eine Giftgasattacke geschützt werden.
Alles ist bis zum Exzess in Plastikfolie eingepackt. Bei Lebensmitteln scheint das ja noch auf jeden Fall sinnvoll, da der Sauerstoff hier ungewollte chemische Prozesse in Gang bringen würde. Aber wie ist es mit DVDs, CDs oder ähnlichen Dingen? Würde hier nicht eine sehr viel umweltfreundlichere Verpackung genügen?
Den Super-GAU erlebte ich vor einigen Wochen, als ich (zugegebenermaßen etwas antiquierte) analoge Videokassetten zur Aufnahme des TV-Programms erwarb. Ich kaufte einen 3er Pack und sah natürlich sofort auf den ersten Blick die achso geliebte Plastikfolie. Zuhause machte ich mich also daran, diese zu entfernen, was auch relativ problemlos gelang. Aber dann traf mich der Schlag: Jede der drei Videokassetten war ebenfalls einzeln in Plastikfolie gehüllt. Zuviel des Guten meiner Meinung nach.

Aber der Typ der Verpackung alleine ist auch noch nicht das Schlimme. Wenn die Verpackungen wenigstens einfach zu öffnen wären. Aber auch hier habe ich schon Erfahrungen gemacht, die jeden Safeknacker vor Neid erblassen lassen würden. Man hat fast den Eindruck, dass das Produkt vor dem Konsument geschützt werden soll. Das Negativ-Beispiel an dieser Stelle sind Speicherkarten oder ähnliche elektronische Kleinteile. Diese sind in Hardplastik verpackt, welches sich selbst unter Zuhilfenahme von Standard-Werkzeugen wie Schere oder Messer nur schwer öffnen lässt. Ein Brecheisen oder der passende Sprengstoff wären sicherlich zweckdienlicher.