Dezember 2006


… und viele wissen nicht warum 🙁

Viele wissen gar nicht mehr, warum wir Weihnachten feiern. Die Erklärungen reichen vom Tod des Weihnachtsmanns bis zur Geburt des Osterhasen.
Also betreibe ich jetzt mal aktiv Volksbildung, wenn ich Euch erzähle, dass wir feiern, dass der Sohn Gottes in Menschengestalt auf die Erde gekommen ist! Gott ist Mensch geworden, um uns nahe zu sein!
Das ist ein Grund zum feiern!

In diesem Sinne wünsche ich Euch frohe und gesegnete Weihnachten, auf dass Ihr den wahren Sinn von Weihnachten neu entdecken könnt und mit Euren Lieben feiern könnt!

Außerdem wünsche ich Euch alles Gute und Gottes reichen Segen für das neue Jahr 2007!

Wir lesen uns im neuen Jahr 😀

Im Moment kommt es mir so vor, als müssten die Waren, die wir im Kaufhaus oder sonstwo erwerben, vor einem Atomkrieg oder eine Giftgasattacke geschützt werden.
Alles ist bis zum Exzess in Plastikfolie eingepackt. Bei Lebensmitteln scheint das ja noch auf jeden Fall sinnvoll, da der Sauerstoff hier ungewollte chemische Prozesse in Gang bringen würde. Aber wie ist es mit DVDs, CDs oder ähnlichen Dingen? Würde hier nicht eine sehr viel umweltfreundlichere Verpackung genügen?
Den Super-GAU erlebte ich vor einigen Wochen, als ich (zugegebenermaßen etwas antiquierte) analoge Videokassetten zur Aufnahme des TV-Programms erwarb. Ich kaufte einen 3er Pack und sah natürlich sofort auf den ersten Blick die achso geliebte Plastikfolie. Zuhause machte ich mich also daran, diese zu entfernen, was auch relativ problemlos gelang. Aber dann traf mich der Schlag: Jede der drei Videokassetten war ebenfalls einzeln in Plastikfolie gehüllt. Zuviel des Guten meiner Meinung nach.

Aber der Typ der Verpackung alleine ist auch noch nicht das Schlimme. Wenn die Verpackungen wenigstens einfach zu öffnen wären. Aber auch hier habe ich schon Erfahrungen gemacht, die jeden Safeknacker vor Neid erblassen lassen würden. Man hat fast den Eindruck, dass das Produkt vor dem Konsument geschützt werden soll. Das Negativ-Beispiel an dieser Stelle sind Speicherkarten oder ähnliche elektronische Kleinteile. Diese sind in Hardplastik verpackt, welches sich selbst unter Zuhilfenahme von Standard-Werkzeugen wie Schere oder Messer nur schwer öffnen lässt. Ein Brecheisen oder der passende Sprengstoff wären sicherlich zweckdienlicher.

Es ist schon merkwürdig. Überall heißt es „Der Kunde ist König“. Kundenfreundlichkeit steht überall an erster Stelle, sollte man zumindest meinen.

Wie kann es aber dann sein, dass der Kunde sich dann immer öfter fühlt, als wollte der Einzelhandel oder gewisse andere Branchen nicht das beste für ihn, sondern das beste für sie.

1. Beispiel: DVDs
Der treue Fan an sich kann es kaum erwarten, bis der Film, den er mag, auf DVD erscheint. Er wird sofort zuschlagen und ihn seiner privaten Filmsammlung hinzufügen. Soweit das Verhalten des gemeinen Fans oder auch Kunden.

Was tut nun die Film-Industrie. Sie bringt den Film so schnell es geht als DVD auf den Markt, damit der Kunde zufrieden ist. Der Film wird gekauft und alle sind glücklich.
Was nun aber gar nicht im Sinne des Kunden ist: Ein paar Monate später kommt der selbe Film als Special-Limited-Extra Edition mit doppelt soviel Bonusmaterial, einem Riesenposter und der Actionfigur des Hauptdarstellers, natürlich zum doppelten Preis auf den Markt. Das wäre im Prinzip die Version gewesen, auf die der treue Fan gewartet hätte. Aber da er ja so ein treuer Fan ist, hat er natürlich sofort bei Erscheinen des Films auf DVD zugeschlagen.
Soll er jetzt allen Ernstes noch einmal richtig Geld ausgeben, für einen Film, den er schon sein Eigen nennt?
Oder soll man bei jedem Film solange warten, bis die Special-Edition erscheint? Ständig in der Gefahr, dass ein Jahr später noch eine bessere Version erscheint?

2. Beispiel:
Der treue Handy-Nutzer an sich, ist gerne bereit, auch nach Ablauf der üblichen 24 Monate Vertragslaufzeit bei seinem gewohnten Anbieter zu bleiben. Vorausgesetzt natürlich, dass Qualität, Leistung und Service zu seiner Zufriedenheit waren.
Nun könnte man ja auf die Idee kommen, dass solch eine Treue auch entsprechend belohnt wird. Aber die Realität sieht eher so aus, dass Neukunden mit offenen Armen begrüßt werden uns sich vor Super-Sonderangeboten, zusätzlichen Beigaben und Vergünstigungen kaum retten können. Der Kunde, der seinen Vertrag brav verlängert (vielleicht auch, weil er einfach vergessen hat, 3 Monate vor Ende zu kündigen ;-)) muss hingegen um jedes bisschen Aufmerksamkeit und Vergünstigung ringen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, treue Kunden sind den Anbietern ein Ärgernis.

So bleibt abschließend zu sagen, dass der Kunde natürlich König ist. Vorausgesetzt man richtet sich nach den Wünschen der Anbieter.