Bevor ich mit „Mein Sommer 2011 Teil 1“ (und das Anfang April) los lege, kommt hier noch ein Hinweis auf ein Blog, das ich sehr gerne lese.
Da es ein Blog vorwiegend über Computer und Technik-Spielzeug ist, kommt hier ein wenig mein Fachinformtiker zum Vorschein, den ich sonst in diesem Blog ja immer ganz gut zu verstecken versuche 🙂

Caschys Blog, zu erreichen unter www.stadt-bremerhaven.de, ist ein sehr bekanntes und viel gelesenes Blog und lohnt sich auch sehr für nicht Computer-Freaks.
Ganz besonders in diesen Tagen, denn Caschy feiert 6ten Geburtstag mit seinem Blog und verlost eine ganze Menge sehr netter Dinge, für Männer und Frauen 😉
Leider habe ich es ein wenig verpennt, so dass Ihr nur noch einen Tag (04.04.2011) Zeit habt, um mitzumachen, aber es lohnt sich!
Also seid dabei und macht mit!

Im Oktober stand wieder die Männerwanderfreizeit unserer Gemeinde an.
Moment mal, „Mein Sommer“ und dann Oktober?? Ja wohl und ich erkläre warum 🙂

Und zwar hatten wir unglaublich gutes Wetter. Bis auf einen Regentag, gab es für uns nur Sonne. Aber der Reihe nach:

Die Männerwanderfreizeit findet alle zwei Jahre statt. 2010 zum dritten Mal auf dem Forggenhof in der Nähe von Füssen.
Auf den Weg machten sich 10 Männer aus dem Umfeld unserer Gemeinde.
Direkt am ersten Tag wurden wir mit herrlichem Sonnenwetter begrüßt und wir konnten zu unserer ersten Tour aufbrechen.

Am zweiten Tag nutzten wir das Regenwetter für einen Stadtausflug nach Füssen. Die nächsten Tage begannen dann mit dichtem Nebel, der sich allerdings nur in Deutschland hielt. Kaum hatten wir die Grenze nach Österreich überquert gab e wiederum blauen Himmel und Sonnenschein, so dass wir die Berge in kurzer Hose und T-Shirt erklimmen konnten. Hier eine Auswahl unserer „Eroberungen“:

Abends gingen wir meist auswärts essen und konnten so die Lebensart der Gegend in vollen Zügen genießen. Wir blieben aber auch regelmäßig im Kaminzimmer des Forggenhofs, um bei Süßigkeiten und Wein den nächsten Tag zu planen oder einfach zu spielen.

Durch das gute Wetter waren wir nahezu jeden Tag unterwegs und haben einige Höhenmeter zurückgelegt. Das war zwar sehr anstrengend, hat aber auch sehr gut getan und viel Spaß gemacht.

Mal sehen, wo es in zwei Jahren hingeht 🙂

 

 

Mitte August fand wieder unser alljährliches Jungschar-Zeltlager statt. Dieses Mal unter dem Motto:

Narnia

vom Winter erlöst 2010

Wir haben uns also mit der Buchreihe „Die Chroniken von Narnia“ des christlichen Autors C.S. Lewis beschäftigt.
Da die Reihe ganze 7 Bücher umfasst, mussten wir uns ein wenig einschränken. Folgende Bücher fanden Verwendung:

Natürlich war auch unser Lagerplatz entsprechend der Filmkulisse gestaltet: Mit Schrank, Laterne, Eispalast, Biberbau und Cair Paravel (wem das alles nichts sagt, der sollte mal die Bücher lesen ;))

In dieser Kulisse fand am ersten Abend bei herrlichem Sonnenschein das Mitarbeiter-Theaterstück statt, welches wie immer von großem Gelächter begleitet war 🙂

In den Bibelarbeiten habe wir uns mit christlichen Motiven der Buchreihe beschäftigt:

  • Schöpfung
  • Verrat
  • Zusammenhalt
  • Gaben

Die Bibelarbeiten fanden dieses Jahr nicht, wie sonst üblich, nach Alter sondern nach Interessen getrennt statt. Es gab die Möglichkeit, an einem Film oder einem Hörspiel mitzuwirken, Zeitungsartikel zu schreiben oder die Inhalte kreativ umzusetzen.

Unser traditioneller Tagesausflug in den Freizeitpark „Fort Fun“ ist leider gänzlich ins Wasser gefallen, was der Stimmung unter den Kindern aber wenig anhaben konnte.
Überhaupt war die Wettersituation dieses Jahr ein wenig uneinheitlich. Nach dem perfekten ersten Tag hatten wir regelmäßig schwache bis starke Schauern. Allerdings immer noch genügend Trockenzeiten, so dass wir die Programmpunkte (mit leichten Verschiebungen) durchführen konnten. Lediglich ein Geländespiel konnte nicht statt finden und wurde auf das Nachtreffen verschoben.
Das nächste Mal bekamen wir die Sonne dann erst am vorletzten Tag zu Gesicht, dann aber in ihrer vollen Pracht, was ein wenig für die Tage davor entschädigen konnte.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein sehr gutes Lager war, mit einem tollen Thema, einem sehr gut eingespielten Mitarbeiter Team, vielen (für uns) erfolgreichen Nachtaktionen und vielen glücklichen Kindern 🙂

Ich freue mich sehr auf das nächste Zeltlager im Juli unter dem Motto: „…“ 😉

 

 

 

 

 

Nun haben wir schon 2011, und ich schreibe etwas über meinen Sommer 🙂
Aber so ist das manchmal, also los geht es:

Irgendwann im April bekam ich einen Anruf mit dem sinngemäßen Inhalt:
„Hey Steve, was machst Du in der dritten Juli-Woche? Hast Du Lust mit nach Schweden zum paddeln zu fahren?“

Da ich in der dritten Juli-Woche noch nichts vor hatte, noch nie in Schweden war und sehr gerne paddle, habe ich spontan zugesagt 🙂


So begab es sich, dass ich mich mit 3 Freunden im Juli aufgemacht habe zu unserem ersten Etappenziel Hamburg.
Nach einem netten Grillabend, einer großen Packaktion und etwas Schlaf machten wir uns dann mit 8 Mann auf den Weg in Richtung Dänemark. Insgesamt lagen ca. 1000 km vor uns.

In Schweden (nördlich von Göteborg) angekommen, bekamen wir sofort unsere 2er-Kanus (Kanadier) samt Schwimmwesten, wasserdichten Tonnen und Transportwagen und begannen mit der Ladungsverteilung.
Nachdem die ersten Paarungen geklärt waren, paddelten wir sofort los und landeten kurze Zeit später auf unserer ersten Insel. Der offizielle Platz war leider belegt, aber wir schlugen dennoch unser Lager auf, aßen und gingen früh zu Bett.

Die nächsten Tage waren dann sehr ähnlich, daher hier ein kurzer Tagesablauf:

  • aufwachen
  • frühstücken
  • Lager abbrechen
  • Kanus beladen und neue Partner wählen
  • Abfahrt (ca. 10 Uhr)
  • ein bis zwei Pausen, Schleusen, Umtragungen
  • Anlandung (ca. 16-17 Uhr)
  • auspacken und Lager aufbauen
  • essen
  • Natur genießen
  • Doppelkopf spielen
  • schlafen

Da die Tage sich eben sehr ähneln, werde ich nicht ausführlicher erzählen.

Einige Dinge sind aber doch erwähnenswert:
Zunächst einmal das grandiose Wetter, denn bis auf einen halben Regentag war es die meiste Zeit sonnig und warm!
Dann die Tatsache, dass die Nationalitäten, die uns begegnet sind, nahezu alle aus dem hiesigen Raum stammten, nämlich meistens Deutsche, Niederländer oder Belgier 🙂
Diese Reise war auch sehr naturverbunden, was unter Anderem dadurch deutlich wurde, dass man das Wasser aus dem See zum trinken, waschen und kochen verwenden konnte und auch die Lagerfeuerromantik kam nicht zu kurz.
Und dann wäre da noch unser „Ruhetag“ auf einer einsamen Insel. Diesen haben wir nach reiflicher Überlegung dazu genutzt, ein Inselrennen zu machen, bei dem jeder einzeln mit einem Kanu so schnell wie möglich die Insel umrunden musste. Soviel zum Thema „Ruhe“ 😉

Insgesamt hat mir dieser Urlaub sehr viel Spaß gemacht.
Die unfassbare Natur, das Kanuerlebnis und die Gemeinschaft werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Und unterm Strich war es einer der günstigsten Urlaube, den ich je hatte 🙂
Also eine klare Reise-Empfehlung!

Aber genug der Worte, hier noch einige Bilder:

Lange habe ich nichts mehr geschrieben, aber bevor ich noch den Rest meines Sommers erläutern möchte, kommt hier ein kurzer herbstlicher Einschub.
Auslöser sind zum einen mein Besuch in dem sehr empfehlenswerten Film „The social network„, der, auf einem Roman basierend, die Entstehungsgeschichte von facebook und ein klein wenig die Persönlichkeit des Schöpfers Mark Zuckerberg beleuchtet.
Zum Anderen ist es ein Erlebnis, dass ich diese Woche in der S-Bahn hatte.
Zunächst mal keine Panik aufgrund des Titels. facebook ist und bleibt eine Online-Erscheinung, wenngleich es durch diverse Smartphones mit Internet-Zugang und eingebauter Kamera immer mehr den Alltag einfängt.

Dennoch klagen viele Leute über den großen Abschlag, den facebook dem Privatleben und der Privatsphäre vieler Leute erteilt, meistens freiwillig, manchmal unfreiwillig.
Hier kommt nun mein Erlebnis in der S-Bahn zum tragen, wobei es eher um den Schutz privater Daten geht. Auch in dieser Hinsicht werden facebook, die anderen sozialen Netzwerke, ohnehin das gesamte Internet, aber auch manche Dienstleister wie Easycash, Payback oder Ähnliche ja immer häufiger kritisiert.

Ich saß also nichtsahnend in der S-Bahn, als mein Blick auf die Zeitung meines Gegenübers fiel. Das „Mitlesen“ einer Zeitung in der S-Bahn ist meines Erachtens nicht weiter ungewöhnlich. Ungewöhnlich hingegen war, dass ich auch in der Lage war, den doch recht auffälligen Adressaufkleber auf der Titelseite zu lesen. So wäre ich also in der Lage gewesen absolut unauffällig und ohne große Mühe die Adresse des netten Geschäftsmanns aufzunehmen.
Gut, Adressen stehen auch im Telefonbuch, aber sein Nebenmann hat den Vogel abgeschossen. Der schmökerte ohne mit der Wimper zu zucken in einem Formular für einen Bausparvertrag. Hierbei sprangen mir ein voller Name samt Geburtsdatum und viele andere Zahlen ins Gesicht. So blieb mir also nur der gebannte Blick aus dem Fenster, um nicht zum Datendieb zu werden. Strafbar würde ich mich hierbei zwar nicht machen, weil die Daten weder „gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind“ (§220a, Abs. 1 StGB) noch „elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind“ (§220a, Abs. 2 StGB), aber man will ja nicht unbedingt mehr über Fremde wissen, als nötig.

Abgesehen von diesem Erlebnis wurden auch schon öfters komplette Handynummern vor meinen Augen bzw. Ohren diktiert oder halbe Lebensgeschichten erzählt. Ob das jetzt für oder gegen die Benutzung des ÖPNV spricht, muss jeder selber wissen.
Ich schlage nur vor, sich auch mal über diese „Datenpannen“ Gedanken zu machen und vielleicht in der Öffentlichkeit etwas vorsichtiger zu sein 🙂

Wenn man nicht alles sofort macht…
Ich bin jetzt schon seit fast 2 Wochen wieder zu Hause.

Am 25.06. gegen 0 Uhr ist meine Deutschland-Tour 2010 zu Ende gegangen und ich möchte nun ein wenig Rückschau halten.

Hier zunächst einige Fakten:

  • Dauer: 12.06.-25.06.2010
  • Stationen: 8
  • Personen (inkl. Partner): 12
  • Städte: 11
  • Kilometer: 2207
  • Fotos: 900
  • Deutschland-Spiele: 3 😉

Ich möchte allen Freunden danken, die mich aufgenommen haben, mir alles gezeigt haben und sich viel Zeit für mich genommen haben.
Es war ein super Urlaub, den ich nie vergessen werde und der geradezu nach Wiederholung schreit. Mein Urlaubsprojekt 2010 war auf jeden Fall ein voller Erfolg und ich kann jedem nur Mut machen, es auch mal auszuprobieren, es lohnt sich wirklich!
Nur die vielen Stunden alleine auf der Autobahn sind etwas nervig, aber mit der richtigen Musik geht das auch 😉
Außerdem habe ich auf der Tour so malerische Landschaften gesehen, dass ich wieder zu der Überzeugung gekommen bin, dass ich in einem sehr schönen Land leben darf.
Und wer das Gegenteil behauptet, der hat einfach noch nicht genug gesehen.

Zwei interessante Gemeinsamkeiten sind mir bei meinen Bekannten noch aufgefallen.
Zum Einen hatten 6 von 7 Stationen keinen Fernseher, was schon mal sehr interessant ist.
Außerdem gab es bei 5 von 7 Stationen den gleichen IKEA-Sessel zu bewundern, den ich mir jetzt auch mal zulegen werden, der ist nämlich superbequem 🙂

Das war meine Deutschland Tour 2010 und ich verabschiede mich mit einem fetten DANKE! an alle, die ich besuchen durfte und verteile nun noch die „Deutschland Tour 2010 Awards“, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und auch nicht 100% ernst gemeint sind 😉

Beste Aussicht Frankfurt
Bestes Deutschlandspiel Frankfurt
Beste Dusche Großostheim
Bestes Frühstück Neuburg
Bester Grillabend Parchim
Bestes Kulturprogramm Weimar
Bestes Theaterstück Rostock
Höchste Bildungsdichte Kirchberg
Höchste Geschichtsdichte Weimar
Längste Fahrradtour Parchim
Lustigster Teenkreis Neuburg
Lustigster Weihnachtsladen Kirchberg
Schnellste Sportart Großostheim
Schönster Sonnenuntergang Rostock

In diesem Sinne noch einmal Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

Euer Steve

Die letzte Station meiner Reise ist eigentlich keine, denn hier besuche ich niemanden sondern gönne mir nur einen tagesfüllenden Besuch im Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahnanlage der Welt.

Da man dazu nicht viel sagen, sondern eher zeigen kann, werde ich das auch tun.
Und zwar zeige ich Euch einige interessante Details, die ich entdeckt habe (und von denen die Anlage übersät ist).
Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, sich die Anlage anzuschauen, es lohnt sich wirklich. Und eine Umfrage hat ergeben, dass 2/3 der Besucher sich nicht für Modellbahnen interessieren, sondern eher für das Drumherum 😉
Also viel Spaß damit und bis zu meinem Reisefazit.

Schweizer Berge

Hinter der Anlage

Area 51

märchenhaft...

Alien Hunter

K.I.T.T.

Schattenbahnhof

Kirmes in Knuffingen


KM-Stand: 1797 km

Mittlerweile wieder zu Hause, aber der Bericht über meinen längsten Aufenthalt kommt auch noch.

Ich besuche Carina, die ich vor 6 Jahren auf der Freizeit in Parchim kennengelernt habe und die jetzt hier in Rostock bei Aufwind e.V. mitarbeitet. Ein gemeinnütziger Verein, der Schüleressen, Hausaufgabenhilfe und einmal in der Woche ein missionarisches Spielplatzprogramm anbietet.

Dienstag hat sie mir Rostock gezeigt. Wir sind unter anderem auf den Turm der Petrikirche gestiegen. Der ist so hoch, dass die Kirche früher als Orientierung für Schiffe diente, obwohl das Meer noch ca. 14 km weit entfernt ist.
Dafür ist eine andere Kirche heute etwas „anders“ genutzt. Diese beherbergt im Kirchenschiff nämlich ca. 30 Wohnungen. Zitat: „Was willst Du denn machen, wenn die Leute nicht mehr an Gott glauben…“ Traurig, aber wahr und auf dem Weg der Besserung 🙂

Abends waren wir in der baptistischen Gemeinde Rostock, weil dort die örtliche SMD das Markus-Experiment aufgeführt hat. Das ist ein Theaterstück, welches das gesamte Markus-Evangelium in 90 Minuten darstellt. Das „Experiment“ daran ist, dass die Studenten der SMD das Stück nur ein Wochenende lang proben.
Ich fand es sehr beeindruckend und eine wirklich gute Möglichkeit, die Botschaft nach außen zu tragen, aber auch für „alte Hasen“ den Inhalt nochmal in einer neuen Art und Weise zu erleben.

Am Mittwoch haben wir uns dann auf den Weg nach Warnemünde ans Meer gemacht. Das ist eine relativ typische Touristen-Strand-Souvenir-Stadt. Es gibt alles zu kaufen, was das Meer so her gibt und einen McDonalds, der nur im Sommer geöffnet hat.
Abschließend haben wir uns dann noch ein wenig an den Strand gelegt und die Temperatur der Ostsee getestet 😉

Abends haben wir in der Gemeinde Fußball geschaut, was ja bekanntermaßen besser für Deutschland lief. Wenngleich ich dabei bleibe, dass wir auch weiter gekommen wären, wenn Özil nicht getroffen hätte. Aber ich gönne es ihm auf jeden Fall.

Donnerstag mussten wir das Programm für den Spielplatz am Nachmittag vorbereiten. Es war wirklich sehr interessant und auch schön, mitzuerleben, wie die Arbeit läuft und wie gut es tut, mit Kindern zu spielen und ihnen von Jesus zu erzählen.

Aber anstrengend ist es auch, spätestens wenn man am Ende noch eine Stunde Plumssack in der prallen Sonne spielt 😉

Danach kam dann aber der schönste Teil des Tages, nämlich ein Ausflug an den Strand inklusive Schwimmen und Sonnenuntergang. Ach ja, und Mückenplage wegen so gut wie keines Windes. Zum Glück haben mich die Stiche in Hamburg in Ruhe gelassen, es sind nämlich ca. 50 🙁

Naja, insgesamt war Rostock wirklich toll. Das Wetter hat perfekt mit gespielt, die Stadt ist toll, die Ostsee sowieso und das Markus-Experiment und die Spielplatz-Aktion haben ihr Übriges getan.


KM-Stand: 1565 km

Die Nacht liegt über Rostock und ich schreibe über meinen Aufenthalt in Parchim.

Ich besuche hier die Landeskirchliche Gemeinschaft Parchim. In dieser Gemeinde habe ich vor 6 Jahren an einem Missionseinsatz der Liebenzeller Mission teilgenommen.
Da ich die Stadt schon zum wiederholten Mal besuche, habe ich hier keine Führung gemacht und dementsprechend auch keine Fotos gemacht (und 6 Jahre alte Fotos spare ich mir an dieser Stelle ;-))
Da der Leiter der Gemeinde nebenbei noch als Lehrer arbeitet, war er viel unterwegs und ich habe die Zeit daher im Wesentlichen mit den FSJ-lern der Gemeinde verbracht.

Sonntag bin ich pünktlich zum Abendgottesdienst angekommen und wurde natürlich auch prompt erwähnt.
Am nächsten Morgen haben wir es dann ruhig angehen lassen und nach einem sehr ausgedehnten Frühstück haben wir Fußball geschaut und anschließend ein wenig Musik gemacht (Vier Gitarren gleichzeitig!).

Abends waren wir dann zum Grillen mit anschließendem „Tonnenfeuer“ eingeladen. Die Hin- und Rückfahrt mit dem Fahrrad war für mich allerdings relativ anstrengend. Man ist halt nichts mehr gewohnt 🙁
Dienstag morgen fing langsam der Arbeitsalltag für die FSJ-ler wieder an und ich machte mich bereit zur Weiterfahrt am Mittag.

Insgesamt also eine sehr entspannende aber auch lustige Zeit mit viel Spaß und viel Gelächter. Und ich weiß jetzt, wie viel Zucker im Zitronentee ist 😉

Vielleicht sieht man sich wieder zum 100-jährigen Jubiläum der Gemeinde im September.

Bis dann.


KM-Stand: 1464 km

Heute gibt es dann direkt zwei Artikel zum Lesen.

Meine einzige Station im Osten der Republik ist Weimar. Eine Stadt, in der man sich vor Kultur und Geschichte kaum retten kann.

Ich besuche hier Lorina, mit deren Mutter ich mal auf Freizeit war und die hier studiert.
Abends hatte sie einen Opernbesuch geplant, dazu aber später mehr.

Zunächst hat sie mir wie ein perfekter Stadtführer die Stadt gezeigt.
Das Gebäude rechts ist die Post 😉 Auch haben wir schon einmal die Oper mit dem Goethe/Schiller Denkmal angeschaut, die an einem Platz steht, der das „Wohnzimmer von Weimar“ genannt wird.
Dem liegt zu Grunde, dass laut einer Statistik jeder Weimarer Bürger diesen Platz pro Tag 2-3 Mal überquert (in unserem Fall stimmte das sogar).

Das Besondere an Weimar ist, dass viele bekannte „Dichter und Denker“ hier mal kürzer und mal länger gelebt haben, aber tatsächlich geboren sind sie hier nicht.
Unter Anderem sind dies Goethe, Schiller, Bach und auch Martin Luther.

Auch sehr interessant ist die erst vor Kurzem nach einem Brand wieder eröffnete Anna-Amalia-Bibliothek. Diese ist aber quasi nur die Spitze des Eisbergs. Der Platz zwischen der Bibliothek, dem Fürstenhaus und dem grünen Schloss ist nahezu komplett unterkellert und als Archiv genutzt.

Nach einer Besichtigung der Hochschule inklusive Hörsaal, Seminarraum und Bibliothek ging es dann wieder nach Hause, damit wir uns für den anstehenden Opernbesuch vorbereiten konnten.

Es war mein erster Opernbesuch, und dann direkt eine Premiere, nämlich „Eugen Onegin“ von Peter I. Tschaikowsky.
Für mich als Laien war es eine sehr schöne Oper. Teilweise blieben mir manche Motive verborgen, aber insgesamt, haben wir doch ähnliche Dinge festgestellt, was mir dann doch Mut macht.
Die Regisseurin ist sehr jung und hat leider am Ende einige BUH-Rufe einstecken müssen, aber das ist halt manchmal so.
Insgesamt war es für mich ein sehr schöner Abend, der (trotz des Gesangs in russischer Sprache) Appetit auf mehr gemacht hat.

Danach haben wir den Abend dann noch in einer der wenigen Szene-Kneipen ausklingen lassen.

Da heute Sonntag ist, sind wir morgens in den Gottesdienst der EfG Weimar gefahren.
Ein sehr schöner Gottesdienst mit einer wirklich guten Predigt.

Mittags ist mir dann noch eingefallen, dass ich sehr gerne Leute frage, wie sie das Ende vom Brot nennen, weil das mitunter sehr unterschiedlich ist.
Also vielleicht auch die anderen Artikel nochmal lesen 😉

Bis dann.


KM-Stand: 1.041 km
Ende vom Brot: Knäuschen

Nächste Seite »